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Wir begrüßen Sie herzlich in unserer
Schwindelambulanz Heidelberg!

Sie leiden an Gleichgewichtsstörungen und /oder Schwindel? Sie waren vielleicht schon bei vielen unterschiedlichen Ärzten und es sind bereits diverse Untersuchungen bei Ihnen durchgeführt worden, ohne dass eine klare Diagnose gestellt oder gar eine Therapie eingeleitet wurde?

Dann ist es an der Zeit, unsere Schwindelambulanz in Heidelberg aufzusuchen. Wir beschäftigen uns seit über 2 Jahrzehnten mit dem schwierigen Krankheitsbild des „Schwindels“.

Auf unserer Internetseite haben Sie die Möglichkeit, erste Einblicke in unsere Schwindeldiagnostik und Therapie zu gewinnen.

Wir setzen dabei die modernsten Methoden zur Funktionsdiagnostik vestibulärer Strukturen ein.

Wir sind bestrebt, Patienten über Ihre Erkrankung aufzuklären und diese nachhaltig zu behandeln. 

Schwindel: Ein Symptom – viele mögliche Ursachen

Sprechzeiten

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Was ist Schwindel?

Schwindel, medizinisch Vertigo genannt, ist eine Störung des Gleichgewichtssinnes: Der Betroffene verliert die Körpersicherheit im Raum, die Raumorientierung und hat ein Gefühl des Schwankens oder Drehens. Definiert wird Schwindel im medizinischen Sinn als wahrgenommene Scheinbewegung zwischen sich und der Umwelt. Man unterscheidet u.a. Dreh-, Schwank-, Lift-, Bewegungs- und unsystematischen Schwindel. Häufig treten weitere Störungen des Gleichgewichts auf, wie unter anderem Fallneigung, Übelkeit, Erbrechen oder Schwarzwerden vor den Augen. Diese Beschwerden entstehen, weil die an das Gehirn übermittelten Informationen der verschiedenen Sinnesorgane nicht miteinander in Einklang zu bringen sind.

Schwindel ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein häufiges Symptom vieler Grunderkrankungen – vielfach ist er neuro-otologischer Natur, d.h. die „Sinne“ betreffend wie z.B. das Gleichgewichtsorgan, aber auch Herz- und Kreislauf-Beschwerden, Erkrankungen der Wirbelsäule, des Gehirn, des Auges sowie psychische Störungen können sich dahinter verbergen. Schwindel tritt in Form von wiederkehrenden Anfällen wie auch chronisch anhaltend auf. Der Anteil der Betroffenen steigt mit dem Alter an: Je älter die Patienten, desto häufiger tritt Schwindel auf.

Der Leidensdruck der Betroffenen ist häufig hoch. Durch ihre Gangunsicherheit wirken sie wie betrunken. Die Schwindelgefühle werden von Außenstehenden oft nicht ernst genommen. Patienten mit Schwindel sind zudem nicht fahrtauglich, weil jederzeit unvorhersehbar Schwindel auftreten kann!

Schwindelfragebogen

Zuerst wird der Patient gebeten, einen mehrseitigen Fragebogen bezüglich seiner Erkrankung aufzufüllen. Es wird u.a. nach den Eigenschaften seiner Schwindelbeschwerden, nach vorliegenden Erkrankungen und nach Medikamenteneinnahmen gefragt.

Gezielte Schwindelanamnese

Nachdem der Schwindelfragebogen ausgewertet wurde und alle mitgebrachten Befunde durchgesehen wurden, erfolgt ausführliches Gespräch mit dem Patienten, um weitere Informationen über die Erkrankung zu erhalten.

Stand- und Ganguntersuchungen

Eine der einfachsten und gleichzeitig wichtigsten Untersuchungsmethoden sind die sogenannten Stand- und Ganguntersuchungen nach Unterberger und Romberg. Diese Untersuchungsmethoden wurden nach ihren Erfindern benannt. Sie liefern wichtige Hinweise auf Schwindelerkrankungen., insbesondere haben sie eine hohe Aussagekraft bezüglich Störungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr oder Störungen im Bereich des Kleinhirns.

Elektro- bzw. Videonystagmographie

Wenn im Gleichgewichtssystem eine Störung vorliegt, treten meist unwillkürliche Augenbewegungen auf, die als Nystagmen bezeichnet werden. Diese Augenbewegungen werden mittels einer Infrarot-Videobrille in einem verdunkelten Raum analysiert. Die Ergebnisse werden automatisch von einem Computer analysiert und können besonders bei akut aufgetretenem Schwindel schon erste Hinweise auf die Erkrankungsursache.

Videookulographische Lage- und Lagerungsprüfung

Bei dieser Untersuchung wird der Patient in verschiedene Körperlagen gebracht und seine Augenbewegungen mittels videookulographischer Computeraufzeichnung analysiert. Haben sich im Ohr z.B. kleine Kalkkristalle (sog. Otolithen) verirrt, können diese zu einem bewegungsabhängigen Schwindel (sog. gutartiger Lagerungsschwindel) führen. Dies kann anhand dieser Untersuchung nachweisbar gemacht werden.

Videookulographisch analysierter Kopf-Impuls-Test (HIT = Halmagyi-Test)

Eine der Hauptfunktionen des Gleichgewichtssystems ist die sog. Blickfeldstabilisierung, d.h. bei Kopf- bzw. Körperbewegungen werden die Augen immer der Bewegung entgegengelenkt, damit die Person auch während einer Bewegung immer ein stabiles Blickfeld hat. Diese Blickfeldstabilisierung wird durch den sog. „vestibulo-okuläre“ Reflex ermöglicht.
Dank modernster Technik sind wir heute in der Lage, diesen Reflex mittels einer extrem leichten und sehr schnell aufzeichnenden Videobrille zu untersuchen. Erstmals ist es hiermit möglich, alle drei Bewegungsachsen im Raum zu überprüfen.

Videookulographisch analysierte kalorische Prüfung

Im Rahmen dieser Untersuchung werden der empfindlichste Rezeptor des Gleichgewichtsorgans, der sog. horizontale Bogengang und der obere Gleichgewichtsnerv seitengetrennt durch kalte Luft geprüft.

Cervicale vestibulär evozierte Potentiale (cVEMP, oVEMP)

Die bisher beschriebenen Meßmethoden des Kopf-Impuls-Testes und der Videonystagmographie ermitteln beide die Fähigkeit des Innenohres Drehbewegungen wahrzunehmen. Die Messung vestibulär evozierter myogener Potenziale (VEMPs) ermöglicht die seitengetrennte Funktionsprüfung von Sakkulus (c-VEMPs) und Utrikulus (o-VEMPs).

Mit dem oVEMPs wird der Utriculus geprüft, aber z.B. auch der Nervus vestibularis superior (superiorer Gleichgewichtsnerv). Der Utriculus ist für das Wahrnehmen von horizontalen Bewegungen verantwortlich. Die Messung dient als Ergänzung zu den VNG-Untersuchungen und wird z.B. für die Diagnose von Bogengangdehiszenz (Superior Semicircular Canal Dehiscence SSCD) oder totalem Vestibularisausfall eingesetzt.

Bei der oVEMP-Messung nutzt man den vestibulo-okulären Reflex. Gemessen wird über Oberflächenelektroden der Potentialunterschied der extraokulären Muskulatur. Um gute Resultate zu erhalten, schaut der Patient stark nach oben. Der Sinn des nach oben schauen ist nicht, dass sich der Muskel stärker zusammenzieht, sondern den unteren schrägen Muskel näher an die Elektrode zu bringen.

Mit dem cVEMPs wird der Sacculus geprüft, aber z.B. auch der Nervus vestibularis inferior (inferiore Gleichgewichtsnerv). Der Sacculus ist für das Wahrnehmen von vertikalen Bewegungen verantwortlich. Die Messung dient als Ergänzung zu den VNG-Untersuchungen und wird z.B. für die Diagnose von Bogengangdehiszenz (Superior Semicircular Canal Dehiscence SSCD), Morbus Menière, partiellen oder totalen Vestibularisausfall/Neuritis Vestibularis, vestibuläre Migräne, Vestibularisschwannom oder Otosklerose eingesetzt.

Bei der cVEMP-Messung nutzt man den vestibulo-collischen Reflex. Der Patient spannt den M. sterocleidomastoideus durch Drehen des Kopfes zur contralateralen Schulter (von der Stimulus-Seite weggedreht). Gemessen wird ipsilateral über Oberflächenelektroden die durch den Stimulus ausgelöste Kontraktion der extraokulären Muskulatur. Die Spannung fällt also ab, wenn die Reizung erfolgt. Je lauter der Stimulus, umso größer der Reflex.

Posturographie und Ermittlung des Sturzrisikos

Eine zweite wichtige Funktion des Gleichgewichtssystems ist die Aufrechterhaltung des Körpergleichgewichts. Posturographie leitet sich vom englischen Wort `posture´, also Körperhaltung, ab. Bei dieser Untersuchung erfolgt die Analyse der Körperschwankungen im Rahmen von vier verschiedenen Testsituationen (Augen auf oder zu, mit oder ohne Schaumstoffkissen). Je nach Schwankungsmuster lassen sich Rückschlüsse auf die Ursache der Schwindelerkrankung ziehen und das individuelle Sturzrisiko abzuschätzen.

Bestimmung der Subjektiven Visuellen Vertikalen

Die Bestimmung der Subjektiven Visuellen Vertikalen ermöglicht bei der Differentialdiagnostik des Otolithenapparats im Gleichgewichtsorgan eine Prüfung der Utrikulusfunktion. Die Otolithenorgane – Utrikulus und Sakkulus – im Gleichgewichtslabyrinth tragen wesentlich zu der korrekten räumlichen Orientierung und Stabilisierung der Körperlage bei. Für einen Patienten mit einer Schwindelerkrankung steht die Welt mitunter nicht gerade.
Darüber gibt die Messung der subjektiven visuellen Vertikalen Aufschluß. Hierzu muß eine Laserlinie im abgedunkelten Raum gerade eingestellt werden. Das Ergebnis gibt dem Arzt bereits am Anfang der Diagnostik einen Hinweis wo das Problem liegen könnte und eignet sich zudem gut als Verlaufskontrolle.

3D-Bildgebung (DVT)

In der Schwindeldiagnostik bietet sich neben der Kernspintomographie des Schädels (MRT) zur Beurteilung des Gehirns auch die digitale Volumentomographie (kurz: DVT) zur genauen Diagnostik der Mittel- und Innenohrstrukturen sowie der oberen Halswirbelsäule an.

Bei der digitalen Volumentomographie wird ein räumliches Röntgenbild des Schädels erstellt, daß in allen Ebenen und allen Schichten betrachtet werden kann. Dabei läßt sich ein und derselbe Punkt aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig betrachten.

Die hohe bildgebende Leistungsfähigkeit, die sich neben der maximalen Auflösung auch in der effektiv minimierten Strahlenexposition ausdrückt, ist ein technischer Fortschritt, der unseren Patienten unmittelbar zu Gute kommt.

 



Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die oben aufgeführten Leistungen größtenteils nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen von Ärzten erbracht werden dürfen. Sie müssen vom Patienten nach GOÄ-Ziffern (private Gebührenordnung) bezahlt werden.

Therapien

Medikamentöse Therapien

Viele Schwindelerkrankungen lassen sich mit Medikamenten gut behandeln, so dass die Patienten weniger oder keine Schwindelbeschwerden mehr haben.

Spezielle Medikamente, so genannte Antivertiginosa, spielen vor allem bei akuten und starken Schwindelanfällen eine Rolle; sie bessern das Symptom, nicht die Krankheit. Weiter kommen möglicherweise Kortison, durchblutungsfördernde Medikamente sowie Antihistaminika als Akut-Medikation im Anfall sowie bei der Bewegungskrankheit , z.T. auch als Infusion, zum Einsatz. Für begleitende Übelkeit und Erbrechen gibt es ebenfalls wirksame Präparate. Diese Medikation richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild und natürlich auch nach Begleiterkrankungen.

Injektionen von Medikamenten in das Mittelohr (intratympanale Therapie) können eine sehr gute Therapiemöglichkeit zur Behandlung bestimmter Schwindelformen sein. 

Auch bereits die Einlage eines Paukenröhrchens in das Trommelfell beseitigt bei manchen Patienten die Gleichgewichtsstörungen dauerhaft (V.a. bei M.Meniere). Diese kleine Maßnahme kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Die Einlage hat auch einen weiteren Vorteil: Medikamente können so leicht ins Mittelohr verabreicht werden.

Bei der Labyrinthanästhesie wird das Trommelfell leicht eingeschnitten und dann ein Narkotikum (Betäubungsmittel) ins Mittelohr getropft. Das Narkotikum breitet sich von dort ins Gleichgewichtsorgan aus und beruhigt den Gleichgewichtssinn bzw. schaltet ihn aus. Allerdings ist die Datenlage zu dieser Therapieform schwach und die Wirkdauer des Lokalanästhetikums max. 8 Stunden.

 


Schwindeltraining

Bei der Behandlung von vestibulären Schwindel unterscheiden wir therapeutisch grob zwei Therapiearten:

Befreiungsmanöver
Vestibuläre Rehabilitationstherapie

Sogenannte Befreiungsmanöver nach Epley oder Sémont werden zur Therapie beim gutartigen Lagerungsschwindel angewandt. Bei allen anderen Krankheitsbildern machen die Manöver wenig Sinn, denn die Manöver sind so entwickelt wurden, dass sie die den Lagerungsschwindel auslösenden „Steinchen“ aus den Bogengängen des Gleichgewichtorganes wieder an ihren Ursprungsort zurück befördern.

Die Manöver werden entweder durch den Arzt/ Therapeuten und/oder durch den Patienten selber durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine Abfolge von verschiedenen Positionen, die je nach Manöver entweder komplett im Liegen oder im Sitz und Seitenlage durchgeführt werden.

Eine Anleitung zu den Manövern finden Sie auf der Seite des Deutschen Schwindelzentrums. Die Videos, die auf Youtube zu finden sind, können wir derzeit nicht empfehlen. Viele von ihnen weisen Fehler auf, die die Manöver unwirksam machen können.

Die Vestibuläre Rehabilitationstherapie umfasst folgende Maßnahmen: Willkürliche Augenbewegungen, aktive Kopfbewegungen mit und ohne Blickfixierung, Gleichgewicht- und Gangübungen.


Biofeedback als Therapie bei Schwindel

Zur Therapie von Schwindel steht jetzt eine neue nicht-medikamentöse Therapie mit dem Neurofeedbacktraining nach Prof. Ernst zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um ein spezielles Gleichgewichtstraining, bei dem wiederholt Reize angeboten werden, die zur Gewöhnung des Gleichgewichtssystems (Habituation) führen.

Bei diesem vibrotaktilen Neurofeedback Training werden über ein kleines Gerät, welches mit einem Gürtel an den Hüften befestigt ist, gezielte Vibrationsreize an den Körper abgegeben. Durch Training spezifischer, individuell angepasster Übungen und eine häufige Wiederholung wird das gesamte Gleichgewichtssystem angeregt und diese Informationen werden zum Gehirn weitergeleitet und gespeichert, wodurch Schwindel und Unsicherheitsgefühl deutlich abnehmen. Um ein optimales Trainingsergebnis zu erzielen, wird das Training über 2-4 Wochen täglich bzw. mehrmals wöchentlich ca. 30 Minuten in unserer Praxis durchgeführt.

Diese sehr intuitive Art der Rückmeldung zeigt bereits nach den ersten ein oder zwei Trainingssitzungen spürbare Resultate. Diese beruhen nicht auf einem muskulären Training, sondern bestehen in einer Korrektur der Gleichgewichtsverarbeitung im Gehirn. Der zusätzliche Reiz signalisiert dem Gehirn, dass die Körperstabilität nicht derjenigen des gesunden Menschen entspricht. Das Gehirn wiederum setzt diese zusätzliche Information sehr schnell in eine entsprechende Kompensation der Körperstabilität um.

In einer internationalen, placebo-kontrollierten Multicenter-Studie wurde die Wirksamkeit des Biofeedback-Schwindeltrainings für verschiedene Sturzrisiko Ursachen untersucht und es konnte dabei festgestellt werden, dass die Wirkung des Trainings bei über 95% der Patienten deutlich nachzuweisen war.

 

 


Komplementärmedizinische Schwindeltherapien

Akupunktur

Mit gutem Erfolg setzen wir die Körper- und  Ohrakupunktur auch bei Schwindelbeschwerden ein. Durch das gezielte Setzen von Nadelreizen an der Haut können Schwindelsymptome positiv beeinflusst werden. Akupunktur ist eine praktisch risiko- und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode.

Bioresonanztherapie

Die Bioresonanztherapie bietet in unserer Praxis eine gute Alternative bzw. Ergänzung zur Schulmedizin in der Behandlung von Schwindelbeschwerden dar.


Operative Schwindeltherapien

Führen konservative oder auch alternativmedizinische Behandlungen bei der Schwindeltherapie nicht zum gewünschten Erfolg, kommen ggf. operative Therapien zum Einsatz.

Generell muss man allerdings festhalten, dass bei Schwindel prinzipiell nur selten oder gar nicht operiert wird. Es gibt nur wenige Erkrankungen, z.B. bei Entzündungen oder bei therapieresistentem M. Menière, bei denen eine Operation Heilung verspricht.

Hier kommen eventuell aufwendige Eingriffe wie eine Saccotomie oder Sacculotomie zum Einsatz.